Der Brief an Catherine

Über den Film ist einiges bekannt, aber der Brief…
Ein Kontrast zum Lärm der Dussel-TV-Welt.
Es folgt Romantik pur!

Vielleicht halten Sie lieber ein Taschentuch bereit!

Der Brief geht an Catherine.

Im Film wird er erwähnt und zitiert, im Roman ist er einfach unvergesslich romantisch.

Zitat aus Message in a bottle:

Meine liebste Catherine!

Du fehlst mir, mein Liebling, wie immer, aber heute Abend ist es besonders schmerzlich, weil das Meer mir das Lied unseres Lebens gesungen hat.

Ich kann Dich fast neben mir spüren und den Duft wildwachsender Blumen riechen, der mich immer an Dich erinnert, während ich diesen Brief schreibe. Doch in diesem Augenblick bereiten mir diese Dinge keine Freude. Deine Besuche werden immer seltener, und manchmal ist mir, als würde der größte Teil meines Ichs langsam dahinschwinden.

Dabei gebe ich mir durchaus Mühe. Nachts, wenn ich allein bin, rufe ich nach Dir, und wenn mein Schmerz am größten ist, scheinst Du immer noch einen Weg zu finden, um zu mir zurückzukehren. Gestern Nacht sah ich Dich in meinen Träumen auf der Mole am Strand von Wrightsville. Der Wind zerzauste Dein Haar, und Deine Augen fingen das schwindende Sonnenlicht auf.

Ich bin hingerissen, wie ich Dich so am Geländer lehnen sehe. Du bist wunderschön. Ich gehe langsam auf Dich zu und bemerke, dass auch andere Dich beobachtet haben. „Kennen Sie diese Frau?“ fragen sie mich neidisch, und während Du mir zulächelst, sage ich einfach nur die Wahrheit: „Besser als mein eigenes Herz.“

Dicht vor Dir bleibe ich stehen und nehme Dich in die Arme. Diesen Augenblick ersehne ich am meisten. Dafür lebe ich, und wenn Du meine Umarmung erwiderst, gebe ich mich – wieder ganz in Frieden mit mir selbst – diesem Augenblick hin.

Ich hebe die Hand und berühre sanft Deine Wange, und Du legst den Kopf auf die Seite und schließt die Augen. Meine Hände sind voller Schwielen, und Deine Haut ist zart, und ich frage mich einen Augenblick, ob du zurückweichen wirst, doch du tust es natürlich nicht, hast es noch nie getan, und in solchen Augenblicken weiß ich, was der Sinn meines Lebens ist.

Ich bin hier, um Dich zu lieben, um Dich im Arm zu halten, um Dich zu beschützen. Ich bin hier, um von Dir zu lernen und dafür Deine Liebe zurückzugewinnen. Ich bin hier, weil es keinen anderen Ort für mich gibt.

Dann aber, wie immer, wenn wir beisammen sind, braut sich etwas Unheimliches zusammen. Ein ferner Nebel, der vom Horizont aufsteigt, und ich fühle mich beklommen, als er näherkommt. Er schleicht heran, hüllt die Welt ringsum ein, umgibt uns wie eine Mauer, als wollte er unsere Flucht verhindern. Wie eine finstere Wolke deckt er alles zu, bis nur noch wir beide da sind.

Ich fühle, wie sich meine Kehle zusammenschnürt, meine Augen sich mit Tränen füllen, weil ich weiß, dass es Zeit für Dich ist, zu gehen. Dein Blick in diesen Momenten quält mich. Ich spüre Deine Traurigkeit und meine eigene Einsamkeit, und der Schmerz in meinem Herzen, der für eine kurze Zeit verschwunden war, kehrt umso heftiger wieder, während Du Dich von mir löst. Und dann breitest Du Deine Arme aus und weichst zurück in den Nebel, weil es Dein Ort ist und nicht der meine. Ich will Dir folgen, doch Deine einzige Antwort ist ein Kopfschütteln, denn wir wissen beide, dass es unmöglich ist.

Und mit gebrochenem Herzen sehe ich zu, wie Du langsam entschwindest. Ich versuche verzweifelt, mich an jede Einzelheit dieses Augenblicks zu erinnern, an alles, was Dich betrifft. Aber bald, allzubald, verblasst Dein Bild, und der Nebel wälzt sich zurück zu seinem fernen Ort, und ich bin allein auf der Mole, und es kümmert mich nicht, was die Leute denken, wenn ich den Kopf senke und weine und weine.

Garrett

Zitat Ende
aus „Message In A Bottle – Weit wie das Meer“ von Nicholas Sparks.

Man kennt den Film und die Geschichte, man weiß „was da läuft“ und wie es endet.

Diesen Brief = Romanteil finde ich total romantisch.

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