Schlagwort-Archiv: Gier

Rückschau auf einen zurückliegenden Eklat … oder war es ein vergessener Skandal?

Einem Bekannten schenkte ich einen Eifel-Krimi des Autors Berndorf, der als Journalist
manche politische Recherche zustande gebracht hat.

Sofort bekam ich eine Email-Post mit folgendem Inhalt:

Danke für den tollen Lesestoff!
Bei DEM Lebenslauf des Verfassers und DEM Recherche-Erfahrungs-Potential
das der Mann mitbringt, kann/muss ein toller Roman herauskommen!

Damals habe ich die politischen Schiebereien mit dem eleganten Pfeifenraucher
(wie hieß er noch? ) und den intriganten “Pfeiffer-Skandal” intensiv (rein emotionell)
mitbekommen.

Man konnte mit Hilfe der Medien-Kommentare mitkriegen welche Art Stunk da lief.

Ich habe noch die Beteuerungen des Herrn B. im Ohr, dramatisch, mit dem Hand
auf dem später als intrigant entlarvtem Herzen zur Presse gewandt

“Ich gebe Ihnen MEIN Ehrenwort … dass ich niemals … “ usw. usw.

Und ein-zwei Tage später (nicht einmal seine Frau wusste, dass er außer Landes war) liegt
er mausetot in der Badewanne und die Journalisten e kommentierten seine Schnürsenkel und seine
Körperhaltung usw. usw.

Und dann… die Presse-Fotos … kaum zu glauben, aber nichtsdestoweniger wahr!

Wahrhaftig, Stoff für einen Roman!

Und was für ein Roman dann daraus werden kann, wenn man eh als Autor hauptberuflich
ein an heiße Sachen gewöhnter Polit-Rechercheur ist…

Diesen Autor würde ich gern mal treffen!

Ich war damals während meiner Tätigkeit als Börsen-Agent im Telefon-Verkauf in einen
unvorstellbar lukrativen Deal geraten; das Wie und Was und Warum ist ein Roman für sich.

Am Telefon setzte ich bei einem interessierten Kunden 80.000 DM um, Abholung in einer Kleinstadt
bei Köln. Adresse = Kleines Einfamilienhaus, von außen betrachtet.

Nach hinten raus schien das Haus immer größer zu werden; es war am Hang gebaut. Da waren
Büros mit großen fast mannshohen Tonband-Spulen* wie ich sie nur aus angelsächsischen
Brokerhäusern kannte. Heute, mit heutigem Knowhow, würde ich vermuten, dass der Typ
Abhör-Anlagen betrieb, für wen und warum auch immer.

(*Die Broker halten damit Telefon-Orders nach damit dem Spekulanten der u. U. verkrachte Auftrag nachgewiesen werden kann).

Also, ich kassiere die 80.000 DM und lasse den Typ das Risiko-Formular unterschreiben. Auf meinen Wunsch darf ich
eine Broschüre mit der Auflistung seiner hochinteressanten Dienstleistungen mitnehmen.

Und dann ab … Richtung AB.

Erste Ampel Broschüre aufgeschlagen. Große Liegenschaften, Burgen, Schlösser sind da aufgelistet,
zum Stückpreis von 1,00 DM symbolisch, verbunden mit Verpflichtung zur Pflege und Renovierung.
Dann steht da was wie Vermittlung von Brennstoff in großen Mengen.

Zweite Ampel. Ich lese weiter. Plötzliche Schnapp-Atmung meinerseits, sofort wieder zurück zu dem Mann.
Was lese ich? Der Mann vermittelt “Loans”, Riesenkapital-Summen aus dem arabischen Raum.

Solche Verbindungen brauche ich um meinen Suchauftrag “Besorgen Sie mir 200 Mio. US-Dollar für die Frau A. von der Raffinerie XYZ; wenn einer das schafft, dann sind Sie das! Ich werde weitersagen, dass man Ihrem Wort trauen kann!” durch den Herrn S. aus W., der mit den verblüffenden Kontakten zum Währungsfond-„Millieu“.

So lernte ich bald darauf Herrn G. kennen, namensgleich mit einer damaligen Skandal-Figur, aber nicht mit diesem identisch.

Herr G. humpelte und trug Spezialschuhe. Man hatte Herrn G. in den Fuß geschossen. In Wien. Mehr mochte er nicht erzählen.

Aber mein flotter Börsen-”Opa” Günter R. (routinierter Börsianer, längst im Himmel oder wo…) erklärte mir nachsichtig, dass sowas auf der “Diplomaten-Linie” passieren konnte. Nämlich dann, wenn man Rubel gegen Dollar für die Diplomaten umtauschte, die ja auch mal Whisky und Champagner und andere westliche Freuden auf der Krim oder sonstwo erleben wollten.

Da aber sowas weder von russischer Seite legal noch sonstwie erwünscht war, spielten sich in den Kanälen (!!!) von Wien scharfe filmreife Schießereien, Exekutionen etc. ab.

Mal wurde dort, wie Günter R. erzählte, mal auf die Geld-Tauscher und mal auf die Diplomaten geschossen, was einer diskreten Exekution entsprach.

Als es nun schier konkreter wurde, lernte ich den echten Fond-Agenten kennen, der durch Herrn S. aus W. von mir wusste und auch an meinem Gesprächs-Stil erkannte, dass ich die Mentalität/Kultur/Religions-Auffassung seiner Auftraggeber sehr gut verstand.

Die Araber waren an Investitionen im Ruhrpott interessiert. Offensichtlich war ich denen angenehmer als die ungeduldigen Provisionshaie.

Ich schaltete damals den Rechtsanwalt L. ein, der seinen Reitstall und seine Rennpferde durch “Loan”-Vermittlung für eine deutsche Flugreise-Firma verdient hatte. Die Banken kürzten der Firma überraschend die Kreditlinie, die arabischen Fonds spendierten weit risikofreudiger (!!!) die Finanzierung der Summen für 7 Lockheeds ohne sich anteilmäßig in die Firma zu drängen.

Rechtsanwalt L. erklärte mir freundlicherweise (Begründung = Extra-Anekdote) in seiner Kanzlei wie man in einer Schweizer Bank vorgeht OHNE um seine Promille-Provision betrogen zu werden. Übervorteilung und krasser Vertrauensbruch kann genau in der Abwicklungsphase schnell passieren.

Warum ich NICHT reich geworden bin? Ich wäre durch Promille-Vergütung per Gesamt-Summe Millionär bzw. 2facher Millionär geworden. Zwei-drei Anrufe in freundlichem ruhigen Ton haben mir Angst gemacht; nämlich die Anrufe zweier adliger Herren und eines dritten Herrn mit einem „von“ im Namen, alles achtsame Leute der politischen Gesellschaftsschicht.

Die waren mit alten Verträgen der Geld-Suchenden zugange, die ihnen PROZENT-Beteiligungen für derartige Vermittlungen versprachen. Für solche Summen, lieber Leser, wird gemordet. Es soll ja Leute geben, die für weniger als 4 – 5 Millionen guter alter Deutsch-Mark beseitigt werden.

Da habe ich an meine Unversehrtheit gedacht und einfach die Segel gestrichen.

Als Roman-Autor würde ich vielleicht eine Story kreieren in der Art:
Unser Badewannen-Mann (etwas arg verschuldet, wie man später erfahren konnte) hat sich vielleicht bei einem Waffen- oder Geld-Geschäft etwas verhoben oder er hat kurz vor etwaigen Abschlüssen mehr für sich herausholen wollen.

Das … wird nicht geschätzt in diesen Stadien derartiger Partien.

Zurück zur verbürgten Folge der Ereignisse und zu einer Frage, die sich dem geneigten Leser aufdrängt:

Ja, und der Rechtsanwalt L.?

Der hat sich wahrscheinlich kurz nach der Wende schon in Deutschlands neuen Ländern in Geschäfte verstrickt, die mit großflächige Grundstücken, deren Erwerb zwecks Erwirtschaftung großer Agrar-Subventionen, Finanzierung der damit zusammenhängenden-Geschäfte verstrickt; das lag ihm.

Was wurde aus ihm? fragt der geneigte Leser.

Nun …

Es geschah in Berlin. Am hellichten Tag, vor einer Bank.

Er wurde niedergestreckt. Der/die Killer ging(en) auf Nummer sicher. An Kugeln wurde nicht gespart.

Dakannzemasehn ….

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Befreien Sie sich von Ihren Bindungen

Die Struktur einer Gesellschaft wird seit Jahrtausenden immer von einer kleinen Gruppe Mächtiger manipuliert, ganz unabhängig von der Staatsform der Gesellschaft. Als ich 1978/79 mich beruflich in der Peripherie des Börsensektors bewegte, änderte sich mein Weltbild.

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Welt im Umbruch – 1.11.2011

Nicht nur in der arabischen Welt gehen die Menschen auf die Barrikaden. Hier in unserer Region auch.

Für die Weltwirtschaft, Banken und Börsen ist das Chance und Risiko zugleich.

Apropos „Welt“, eine ganze Welt, und zwar die arabische, befindet sich (nicht nur wegen der Japan-Katastrophe) derzeit im Umbruch.

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Wetter als Waffe – hier hat sich n-tv mal wirklich was getraut!

Hier ist der Link zu einem youtube-Film über Wetter-Manipulationen, Tsunamis und dgl.:

Klick hier!

LifeGen.de – Risiko Schwarzes Loch: Fukushima bringt CERN in Erklärungsnot

LifeGen.de – Risiko Schwarzes Loch: Fukushima bringt CERN in Erklärungsnot.

Herr Weber! EZB oder Deutsche Bank?

Mein Brief war so gut vorbereitet, ich wollte ihn persönlich übergeben!
Er lautete wie folgt:

Sehr geehrter Herr Weber!

Sie haben „aus persönlichen Gründen“ nach einer Woche voller Rätselraten und immer wieder abgesagter Erklärungen nun letztendlich doch ihre Arbeit in diesen hartzen Zeiten aufgegeben.

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Regenwald

Das Thema Regenwald zu unterstützen ist mir ein Anliegen, ganz besonders nachdem ich im Magazin „natur und kosmos“
einen aufrüttelnden Bericht gelesen habe.

Hier ist der Link zu http://www.regenwald.org

Globalisierung 1999 und danach

Im Juli 1999 war ich an kurz aufeinanderfolgenden Tagen in einem sehr großen Elektronikhandel (Media-Markt, Mülheim) auf der Suche nach einem PC und bald danach im Neandertal-Museum … und hatte anschließend, wie mir schien, allen Grund, mich einmal gedanklich mit dem Thema der „Globalisierung“ auseinanderzusetzen.

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Über Lust und Lebenslust

Bitte, hier ist der LINK zu einer Textauswahl

Sonderangebote nehmen zu

Überholungen

Fernsehen überholt Radio, Video überholt Kino, DVD überholt Video, Streaming TV überholt DVDs, Versandhandel überholt Einzelhandel und das Internet überholt alle.

Das Internet erobert sich sicher bald noch weitere Bereiche des Dienstleistungsbereiches.

Viele prominente Opfer hat es schon gegeben, so Karstadt, Kaufhof und Quelle.

Kürzlich schockte Amazon den Lebensmittelhandel durch die Ankündigung, jetzt auch Lebensmittel über das Netz zu vertreiben. Verzweifelt versuchen die etablierten Dienstleister und Händler sich wenigsten ein Stück des Kuchens vom Internet zurück zu holen. Schlecker verkauft schon längere Zeit Lebensmittel per Versand, und Wein sowieso.

Kopfschüttelnd habe ich einen Getränke-Prospekt aus der Zeitungsbeilage entnommen.

Was bietet der Getränke-Shop als Sonderangebot an? Bier? Schnaps? Wein?

Nein!

Das Sonderangebot: Klosettdeckel!

Die Internet-Anbieter schlagen sich jetzt um einen „neuen“ Markt: Die Email als Brief.  Nach dem Motto „Stecken wir die eMail in einen Umschlag und kleben wir eine Briefmarke drauf“ will die Deutsche Post die eMail als E-Brief allen Menschen schmackhaft machen.

Der Konkurrenzkampf ist schon im Gang, obwohl das dazugehörige Gesetz wegen Uneinigkeit noch nicht verabschiedet wurde.
Kunden sollen sich möglichst alle bei der Deutschen Post mit einer E-Brief-Adresse anmelden. Wer keine solche Adresse hat, aber trotzdem einen E-Brief geschickt bekommt, dem bringt der normale Postbote den E-Brief per Umschlag ins Haus. Das kostet 35 Cent. Das ist für Massenversender immer noch attraktiver als die jetzigen Briefe mit der unsicher gewordenen Schneckenpost. Attraktiv sind sie sehr wohl für den Anbieter wie den gelben Riesen, oder seine Konkurrenten.

Denn auch der rosa Riese Telekom ist auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen, da einige alte Modelle durch Internettelefonie und Handyflat weggebrochen sind.

Die Telekom hat flugs ihr vergleichbares Produkt DE-Mail getestet und will es noch vor dem E-Brief auf den Markt bringen. Ich habe schon jetzt eine Mail-Adresse mit de-Endung bei Web.de…

Wer eine eMail Adresse mit .de Endung hat, kann seine Adresse bei der Telekom anmelden und kann damit rechtlich verbindliche DE-Mails empfangen.

Pikant, dass hier zwei alte Platzhirsche versuchen, dem Klassenfeind Internet über dessen eigenen Vertriebsweg ein ordentliches Stück Kuchen abzuschneiden.

Konkurrenz macht offensichtlich auch innovativ.